
Anfangs Mai führte unsere erste Auslandstour unsere kleine Familie für 4 Tage an den Titisee im deutschen Schwarzwald. Für den Mai konnten wir uns schon auf angenehme Temperaturen und und gutes Wetter freuen. Die kurze Fahrt durch den Aargau, der kurze Sprung über die Grenze und die letzten paar kurvenreichen Kilometer – vorbei am Schlauchsee – waren schon ein grosses Vergnügen. Angekommen auf dem Camping Bankenhof, welcher etwas zurückversetzt des Titisees liegt, ging es ans zügige Aufstellen, Nachtessen und Geniessen des Abends. Am Camping gibt es nichts auszusetzen. Bei der Buchung würden wir empfehlen einfach nicht an den Hauptachsen den Platz zu wählen, da dann einiges an (Mensch-)Traffic herrscht.
Unser Sonnenschein Mia ist schon ein halber Profi, wenn es um Campieren geht. Was uns logischerweise auffällt, dass wir immer mehr mit Gepäck reisen 😊 Da unser Malibu eine sehr gute Nutzlast im Vergleich zu anderen Wohnmobilen aufweist, haben wir neu auch noch eine Heckbox und einen Hecktürfahrradträger an unserem Malibu montiert. Das erlaubt uns Kinderwagen, Vorzelt und weitere Utensilien am Heck und nicht im Wohnraum transportieren zu müssen. Nicole wurde mit einer Schwarzwälder Massage gleich beim Camping überrascht und Papa und Mia machten unterdessen Camping-Sightseeing (gibt ja immer etwas zu sehen).
Am zweiten Tag haben wir das schöne Wetter, das Familienleben und das süsse Nixtun genossen. Dank der grossen Parzelle konnten wir uns ordentlich austoben und hatten gleichzeitig unseren Frieden. Apropos Frieden: Es ist schon erstaunlich welche Campertypen die Pandemie so ausgespuckt hat. Unser Nachbar – mit dickem Audi und noch dickerem Wohnwagen – hat wohl sein ganzer Hausrat, inklusive Riesenfernseher und deutlich hörbarer Dolby-Surround-Anlage mitgenommen. Anstatt die Natur und die ersten Sonnenstrahlen zu geniessen, verbrachte er mit seiner Familie (und sichtbar genervter junger, überstylten Freundin) alle 4 Tage in seinem Wohnwagen. Leute gibt’s 😊

Unser Dritter Tag fuhren wir mit dem öffentlichen Bus und Zug in die schöne Hauptstadt es Breisgau, nach Freiburg. Die Stadt mit ihrem markanten Münster und ihren grünen Gärten ist immer ein Besuch wert. Wir entschieden uns diesmal für ein echt einheimisches Essen direkt am Münsterplatz. Anschliessend flanierten wir noch durch die Gärten und die Strassen, bevor wir uns mit den gleichen Transportmitteln wieder auf den Weg an den Titisee machten.


Gestärkt durch ein feines Frühstück spazierten wir auf der ruhigen Seeseite des Titisee in die gleichnamige Ortschaft. Das Dorf hat sich für den Tourismus schön herausgeputzt und es gibt alles, was das (Touristen-)Herz begehrt. Wir entschieden uns bei dem grossartigen Wetter uns auf eine Terrasse eines schönen Restaurants zu begeben und uns einen Schwarzwald-Eisbecher zu gönnen. Richtig lecker und richtig gross! 😊 Zu Fuss ging es dann zurück um die Kalorien (oder zumindest das schlechte Gewissen) wieder vergessen zu machen.

Am anderen Tag fuhren wir sehr erholt und zufrieden zurück in die Schweiz. Uns hat die Region sehr gut gefallen und wir kommen sicher wieder. Nächstes Jahr dann in einem anderen Teil des Schwarzwaldes.